Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information, stellt meine subjektive Meinung dar und ersetzt keinen Arztbesuch. Ich schließe jegliche Haftungen aus.

Um die ketogene Ernährung ranken sich viele Mythen. Dass man alles mit Butter isst, ist nur einer davon. Was Keto ist und wie sich Keto von anderen Low-Carb-Ernährungen unterscheidet, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

Warum ist Keto eigentlich so kontrovers? Grundsätzlich erfreuen sich Low-Carb-Diäten immer größerer Beliebtheit, und das aus gutem Grund. Viele Menschen profitieren davon, zuckerhaltige Lebensmittel (sofern man sie so nennen kann) und Fast Food aus ihrem Speiseplan zu verbannen. Auch kommen viele so dazu, zum ersten Mal in ihrem Leben zu kochen. Auch ein netter Nebeneffekt. Und dennoch raten viele Medizin-Experten davon ab. Dabei gehört Ernährung oft nur sehr spärlich zum Lehrplan, da kann man schon mal nicht so viel Wissen voraussetzen. Bei Ernährungsberatern übrigens ebenso wenig, wie dieser Artikel eindrucksvoll beweist.

Zudem wird vermutet, dass immer mehr Menschen eine versteckte Insulinresistenz haben, also so oder so gut daran tun, ihren Kohlenhydratanteil zu senken, um den Insulinspiegel zu normalisieren.

Es geht aber um viel mehr: wirtschaftliche Interessen und Reputation. Dem ein oder anderen unterstelle ich sogar einen gewissen Sadismus. Einem Arzt aus Wales etwa, der Magenverkleinerungen vornimmt und sehr gerne handgreiflich wird im Vorgespräch. Als ob die OP nicht schon brutal genug wäre. Die Gewalt und Diskriminierung gegenüber Übergewichtigen ist aber in Phänomen, das ich in einem weitern Artikel ausführlich behandeln werde.

Wenn dein Arzt nicht sein Gesicht verlieren möchte, rät er dir also davon ab, auch nur irgendwie in Richtung Low-Carb zu denken, wo kommen wir denn da hin, wenn Leute sich einfach schlau lesen und ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen? Als ob es essentielle Kohlenhydrate gäbe…

Halten wir also kurz fest: Methoden wie Low-Carb oder Intervallfasten dienen nur dem Patienten. Blogs wie diese hier bemühen sich darum, Alternativen zu konventionellen High-Carb-Low-Fat-Ernährung bekannter zu machen und vor allem die wissenschaftlich fundierten Hintergründe zu erklären. Andere Ernährungsformen weisen diese nämlich nicht auf, werden das auch nie können, so sehr sich ihre fanatischen Anhänger das auch wünsche. Weil viele die glasklaren Fakten nicht verstehen wollen oder können, gibt es eben einige Falschaussagen zur ketogenen Diät. Mit den gängigsten räume ich in diesem Artikel auf.

 #1 Lüge: Keto ist eine Diät oder ein Lifestyle

Die ketogene Diät ist eine der ganz wenigen Ernährungsformen, die eine wissenschaftliche Grundlage hat und genau deshalb funktioniert sie auch. Ursprünglich wurde sie zur Behandlung epilepsiekranker Kinder entwickelt.

Wie alle Low-Carb-Stile (Low-Carb, Atkins, Zero Carb), so funktioniert die ketogene Ernährung nicht über bestimmte Lebensmittel oder über die Zustände ebendieser (z.B. roh oder gekocht). Auch die Herkunft oder Gewinnung spielt keine Rolle (Bio, vegan, vegetarisch). Keto ist ein Prinzip, in dem die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Proteine und Fett in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Dieses Verhältnis fällt zugunsten von Fett und Protein aus und reduziert den Kohlenhydratanteil so stark, dass der Körper auf Fettverbrennung umschaltet. Ob dabei körpereigenes Fett oder exogen zugeführtes Fett (Nahrung oder Ketonkörper) verbannt wird, ist erst einmal nicht entscheidend.

Beides führt zu einem Zustand, der Ketose genannt wird. Dieser Zustand wird von vielen als sehr erstrebenswert empfunden, noch nicht einmal, um abzunehmen. Im SiIlicon Valley soll man angeblich Methoden wie Keto oder auch Intervallfasten dazu nutzen, um die kognitiven Leitungsfähigkeit zu verbessern. Denn wie sich gezeigt hat, bevorzugen viele Ketone als Brennstoff.

Keto ist also keine Diät oder Lifestyle, sondern eine wissenschaftlich fundierte Ernährungsweise und Methode, um gewisse Krankheiten zurückzubilden, vielleicht sogar zu heilen, und um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Dass man damit auch Körperfett verbrennen kann, ist eher ein angenehmer Nebeneffekt, der auch nicht übeschätzt werden sollte.

#2 Lüge: Durch Keto kommt man in den gefährlichen Zustand der Ketoazidose

Dieses Aussage ist eigentlich nicht ganz falsch, sie ist teilweise wahr. Die Ketoazidose ist nicht dasselbe wie Ketose. Ketose ist ein natürlicher Zustand, in dem der Körper überwiegend Fett verbrennt. Überwiegend, weil der Körper Glukose herstellen kann, denn manche Gewebe brauchen Glukose. Dies geschieht durch Glukoneogenese, also die Neubildung von Glukose. Es ist also nicht notwendig, Glukose mit der Nahrung aufzunehmen.

Die Ketoazidose tritt – soweit mein Wissenstand – ausschließlich bei Typ-1-Diabetikern auf. Wenn du also keine T1DM hast, brauchst du auch keine Angst vor Ketoazidose zu haben.

#3 Lüge: Bei Keto macht man überall Butter drauf

Kann man, solange, es sich mit deiner Makronärstoffmenge vereinen lässt. Es gibt aber genug Ketarier, die eher eiweißlastig essen, und so genauso die Ketose herbeiführen. Keto bedeutet nicht, dass man alles in Butter ertränken muss. Fett ist nicht das neue Wundermittel, dass dich schlank und gesund macht. Es geht immer um das Verhältnis der Nährstoffe und eine sehr geringe Anzahl von Kohlenhydraten. Denn solange du einen hohen Insulinspiegel hast a.k.a. Kohlenhydrate isst, ist Fettverbrennung unmöglich.

Kommen wir nun zu den Wahrheiten über Keto.

#1 Wahrheit: In der Ketose riecht man schlecht

Diejenigen, die schon mal eine richtige Ketose erzeugt haben, werden es bestätigen: man stinkt. Entweder riecht der Körper einfach schlecht, oder, so kenne ich es, man hat Mundgeruch. Dagegen gibt es natürlich viele Mittel, ich habe immer ein Mundspray dabei.

Allerdings muss ich einräumen, dass dies ausschließlich passiert, wenn ich eine Ketose durch die Verbrennung von Körperfett erzeuge. Nicht, wenn ich normal High-Fat esse. Dann hat mein Körper genug exogenes Fett und braucht sich nicht an den Fettdepots zu vergehen.

#2 Es gibt viele Wege, die Ketose zu erzeugen

Es gibt mehr als einen Grund, eine Ketose erzeugen zu wollen. Fettverbrennung und Abnehmen ist nur einer. Viele wollen gar nicht abnehmen, sondern suchen nach verbesserter Denkfähigkeit. Dazu muss man aber seine Ernährung gar nicht auf ketogen umstellen. Auch nicht auf Atkins und noch nicht einmal auf Low-Carb. „Aber du redest doch hier die ganze Zeit von Ketose und man liest das doch überall.“ Ja, stimmt, aber überall wird auch verdammt schlecht recherchiert. Wenn ich mir die gängigen Fitness-Blätter ansehe, was da als ketogen angepriesen wird, weiß ich ganz genau, dass der Redakteur keine Ahnung hatte und nur einfach irgendetwas mit Chia-Samen zusammengeschustert hat.

Man kann Ketose auch erzeugen, indem man fastet. Sei es nur kurz als intermittierendes Fasten  (wobei es hier etwas längerer Zeiträume bedarf als nur 12,14 oder 16 Stunden) oder über einen längeren Zeitraum. Der Körper greift, sobald der Insulinspiegel gesunken ist, auf das vorhandene Fett (das körpereigene wie auch das aus der Nahrung) und verbrennt dies anstelle von Glukose.

Besonders einfach wird es, wenn man ketogen isst und das mit Intervallfasten kombiniert, denn dann ist der Insulinspiegel per se nicht sonderlich hoch und Fettverbrennung kann leichter eingeleitet werden. Um dabei abzunehmen setzt das allerdings voraus, dass man sich nicht überisst, auch nicht an Fett, denn dann wird eben kein körpereigenes Fett verbraucht.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag etwas mehr Klarheit schaffen und ein paar Vorurteile gegenüber der ketogenen Ernährung beseitigen. ich selbst esse seit dem 07. April 2018 so und konnte damit unerwartete Erfolge verbuchen.

Wenn du die Wahrheit über Kokosblütenzucker wissen möchtest, dann lies dir jetzt meinen ausführlichen Artikel dazu durch.

Diese 7 unterschiedlichen Ernährungsformen habe ich bisher ausprobiert und das habe ich daraus gelernt.

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