Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information, stellt meine subjektive Meinung dar und ersetzt keinen Arztbesuch. Ich schließe jegliche Haftungen aus.

Der obige Hashtag ist Teil meiner Arbeit auf dieser Website, um nicht zu sagen das Öl für den Motor. Seit einiger Zeit bin ich hier sehr aktiv und setze mich dafür ein, dass Menschen die richtigen Informationen bekommen, um dem Schicksal einer Typ-2-Diabetes zu entgehen. Was mir auffällt, sind immer wiederkehrende Fragen, dazu gehört eben jene nach Zuckeralternativen und Zuckerersatzstoffen.

Meine Meinung wird bei vielen auf wenig Gegenliebe stoßen. Das ist auch nur verständlich. Vor meiner Ernährungsumstellung auf zuckerfrei und ketogen/low-carb habe ich auch mehrmals die Woche Süßes gegessen, mich überwiegend von Kohlenhydraten ernährt und überhaupt nichts Schlimmes daran gefunden. Ich dachte, ich mache alles richtig, und das bisschen Zucker, das ist doch normal, der Körper kann das doch in Energie umwandeln, ist doch sein natürlicher Brennstoff. Bis ich verstand, dass alle meine gesundheitlichen Probleme sich darauf zurückführen lassen.

Bis ich soweit war, war zu viel Zeit vergangen. Die Jahre davor hatte ich mit Schmerzen auf der Couch verbracht, unfähig, am Leben teilzunehmen und von meinen Ärzten als Hirntumor, PMS oder reine Einbildung diagnostiziert und mit entsprechenden Medikamenten versorgt. Diese Lebenszeit, die mir durch Falschdiagnosen genommen wurde, kommt nicht wieder zurück. Ich kann niemanden verklagen. Was ich tun kann, ist meine Geschichte zu erzählen und damit so viele Betroffene zu erreichen und ihnen dieses Schicksal ersparen. Aufgrund meiner Erfahrung und des mir mittlerweile zur Verfügung stehenden Wissens habe ich eine klare Haltung zu dem Thema, die nicht jedem gefällt

Was ich für mich selbst tun kann, ist relativ einfach: Wie eine Erwachsene essen und viel schlafen. Was meine ich damit, wenn ich sagen: „Iss wie ein Erwachsener“? Als ich Kind war, war ich immer davon fasziniert, wie die Erwachsenen aßen. Sie schienen Süßigkeiten überhaupt nicht zu mögen. Im Gegensatz zu mir. Ich hatte ja immer Hunger, weil ich mit einer kohlenhydratlastigen Low-Fat-Ernährung großgezogen worden bin. Sobald es eine Light-Version gab, kaufte meine Mutter lieber diese als das fetthaltige Original. Es waren eben die 80er und 90er, und da war Fett sowas von verpönt.

Auch wurde mir schon früh der Verzehr von Süßstoff nahegelegt. Ganz recht: Schon als Kind gab es bei mir Süßstoff. Was viele nicht wissen: Das Problem bei allen Zuckern ist nicht die Glukose. Glukose ist der Treibstoff für den Körper, es gibt einige Gewebe, die nur Glukose verwerten können. Deshalb kann der Körper nicht nur viel Glukose einlagern in den Muskeln und der Leber, er kann auch selbst Glukose herstellen, das nennt man Glukoneogenese.

Bei der Diskussion um Zucker gibt es zwei Probleme: Die Menge und die Art. Dass wir zuviel Zucker essen, bestreitet wohl kaum jemand. Was ist aber mit den verschiedenen Zuckerarten? Haushaltszucker besteht zur Hälfte aus Fruktose. Süßstoff hat fast immer zugesetzte Fruktose. Und in vielen Lebensmitteln, besonders flüssigen, wird Fruktose hinzugefügt. Das Problem bei Fruktose ist, dass sie eben nicht den Insulinspiegel anhebt (was bei einem gesunden Menschen zum Sättigungsgefühl führt), dass es nur einen begrenzten Speicher gibt (die Leber) und dass sie deshalb zu einer Fettleber führen kann, ganz ohne Alkoholmissbrauch, und eine Fettleber kann zu metabolischem Syndrom/insulinresistenz führen.

Wie sieht es denn aber mit andern, „natürlichen“ Zuckeralternativen aus? Agavendicksaft, Reissirup oder Erythrit?

Agavendicksaft besteht je nach Hersteller zu bis zu 93 Prozent Fruktose in der Trockensubstanz. Die Werte können hier natürlich schwanken. Aber genau das ist der Grund, weshalb sich der Irrtum durchgesetzt hat, dass Agavendicksaft gut sei: Der glykämisch Index ist ein Messinstrument für Glukose. Er kann Fruktose gar nicht messen. Wenn Fruktose so nicht gemessen werden kann, dann kann man auch gar nicht wirklich sagen, dass Fruktose besser ist. Dann muss nämlich ein anderes Messverfahren her und das gibt es nicht.

Reissirup ist meiner Recherche zufolge fruktosefrei. Dafür liegt der glykämische Index bei 100 (wie bei Zucker), der Kohlenhydratanteil bei ca. 77 und der Zuckeranteil bei ca. 75 Gramm, die sich aus Glukose, Maltose und Oligosacchariden zusammensetzen. Alle diese Zucker erzeugen eine Insulinausschüttung. Glukose verursacht eine Ausschüttung des hungerhemmenden Hormons Ghrelin. Beim gesunden Menschen sollte zumindest in der Theorie das dazu führen, dass man satt wird.

Was die Zuckeralkohole wie Erythrit betrifft, so gibt es diese erst seit kurzer Zeit am Markt. Ich bin nicht der Ansicht, dass sie vollkommen ohne Reaktionen im Körper verstoffwechselt werden. Sie sind Notlösungen, aber sonst auch nichts. Ich persönlich esse so etwas nur noch höchst selten.

Wenn ich also gefragt werde, was ich mir in den Low-Carb-Kuchen mache, dann habe ich dafür nur eine Antwort: Ich esse keinen Kuchen. Auch nicht Low-Carb-Kuchen. Ich esse keine Süßigkeiten. Ich esse ca. drei Tafeln sehr dunkle Schokolade im Monat, und zwar immer zu selben Zeit, wenn ich PMS habe. Der Zucker in der Schokolade ist sehr gering und ich bleibe damit immer unter einem gewissen Wert an Gesamtkohlenhydraten. Ich stehe nicht morgens auf und ziehe mir eine große Schüssel Haferflocken mit Obst und Agavendicksaft oder einen aus Bananen und bunten Pulvern bestehenden Smoothie rein, wie ich das leider sehr häufig bei vielen meiner Millennial-Peers sehe, oder zumindest geben sie das vor, wenn man Instagram glauben schenken darf. Was ich dort wahrnehme, ist eine Infantilisierung von Essen. Knallbunt, überzuckert, als hätte eine Fünfjährige die Küche übernommen. Willst du also weiteressen wie ein Kind und dich deiner erlernten Hilflosigkeit hingeben?

Es braucht Zeit, um sich vom Zucker und von Kohlenhydraten derart zu entwöhnen, keine Frage. Es ist eine Entwicklung, die ich durchgemacht habe und immer noch durchmache. Manche Schritte waren schmerzhaft, und ich bin sie dennoch gegangen, weil es mir das Wert ist. Auf dem Weg haben mir Zuckerersatzstoffe geholfen, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin, deshalb will ich sie nicht verteufeln, sie haben ihren Platz. Sie sind aber eben auch nur das: ein Notbehelf. Zucker ist und bleibt meiner Ansicht nach schädlich, egal in welcher Form er daher kommt. Manche schädigen schneller, manche langsamer. Deshalb kann es nur mein Ziel sein, jede Form von Zucker langfristig auszuschließen und zu essen wie ich essen sollte: wie eine Erwachsene.

Wenn du die Wahrheit über Kokosblütenzucker wissen möchtest, dann lies dir jetzt meinen ausführlichen Artikel dazu durch.

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