Meine Erfahrung

Insulinresistenz, Falschdiagnosen und

was mir wirklich geholfen hat

english version 

Ich hab dann mal einen Tumor. Nicht.

Meine Geschichte beginnt an meinem 30. Geburtstag. „Jetzt hast Du Krebs!“, schoss es mir durch den Kopf, als ich frühmorgens wach wurde. Meine linke Brust brannte und fühlte sich an, als würde sie platzen. Im gewissen Sinne tat sie das auch, denn mein Gewebe riss auf. Innerhalb weniger Minuten hatte sich meine linke Brust verdoppelt und war geschwollen und feuerrot. Flüssigkeit trat aus.

Ich ging sofort zum Arzt, denn ich war schon eine ganze Zeit lang Single und konnte voller Gewissheit eine Schwangerschaft ausschließen. Mein Arzt war im Urlaub und so musste ich mit seiner Vertretung vorlieb nehmen, einem arroganten Mittdreißiger, der wohl daran dachte, die florierende Praxis mitten in Kreuzberg übernehmen zu können. Eins vorweg: Daraus ist glücklicherweise nichts geworden. Denn dieser Arzt benahm sich wie die Axt im Walde: “Ja, dann haben Sie wohl einen Hirntumor, der ist hormonell aktiv und produziert Prolaktin“, war seine Diagnose. Ich war wie vom Donner gerührt und wurde nur mit dieser Aussage nach Hause geschickt. Kein Überweisungsschein zum MRT, keine Blutabnahme (um seine Diagnose zu überprüfen), kein Medikament, noch nicht einmal eine Erklärung, um was für einen Tumor es sich handeln könnte. Wohl aber noch sein fachmännischer Rat, Kaffee und Schokolade wegzulassen. Dann würde sich das schon wieder von alleine einrenken. Das war also das Geschenk, das mir das Leben zu meinem neuen Lebensabschnitt machte. Na, herzlichen Dank auch.

Meine Geburtstagsparty verbrachte ich in Sorge darüber, was mit mir geschah und dass man sehen könnte, wie asymmetrisch verunstaltet ich war. Aber keinem meiner Gäste fiel es auf. Am nächsten Tag recherchierte ich im Internet, um was für einen Tumor es sich handeln könnte. Ich hatte ja immerhin die Eckdaten „Gehirn“, „Tumor“ und „Prolaktin“. Prolaktin ist das Hormon, das vor allem für die Milchproduktion verantwortlich ist. Auch Männer können einen zu hohen Prolaktin-Spiegel haben, aber das sei nur am Rande erwähnt. Es war recht leicht herauszufinden, dass es sich eventuell um ein sogenanntes Prolaktinom handelte, das fast immer erfolgreich mit Medikamenten behandelt wird, selten einer Operation bedarf und fast nie kanzerös ist. Da war ich schon mal erleichtert. Kein Krebs. Aber dafür ein hormonell aktiver Tumor, der meinen Körper unkontrolliert wachsen lässt. Und das sollte sich wieder von alleine einspielen? Von wegen. Drei Wochen später saß ich wieder in der Praxis, die rechte Brust hatte nachgezogen und war ebenfalls um mindestens zwei Körbchengrößen angeschwollen. Jetzt war ich wenigstens nicht mehr offensichtlich asymmetrisch und meine T-Shirts (das Einzige, was ich in diesem Zustand tragen konnte), spannten nun gleichmäßig.

Zu diesem Zeitpunkt war mein Gewicht nicht ideal, aber normal. Ich bin fast 1,80 m groß, und da ist eine Größe 42 in Ordnung. Mal abgesehen von den Schwankungen, die mich 1-2 Kleidergrößen zu- und dann wieder abnehmen ließen. Ich sah keinen Zusammenhang, denn ich aß immer so, dass ich zumindest halbwegs satt war. Halbwegs, weil ich seitdem ich denken kann, Hunger habe. Freiwillig habe ich nie länger als 2 Stunden nicht gegessen. Länger auf Essen zu verzichten bedeutete für mich Schweißausbrüche, Zittern, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, und das mehrmals am Tag. Mit Anfang 20 begann dieses Sinuskurvenleben, in dem ich öfters mal mit Unterzuckerung zu kämpfen hatte. Aus dem kuscheligen Ruhrgebiet in die große laute Hauptstadt gezogen, hatten diese Erlebnisse, bei denen mir erst schwindelig und dann schwarz vor Augen wurde, ihre Spuren hinterlassen. Deshalb achtete ich sehr darauf, dass die Esspausen nicht zu lang wurden. Dass sich da etwas Größeres anbahnte, konnte ich nicht wissen.

Insulinsensitiv werden

Erfahre mehr über meinen ganzheitlichen In:Balance-Ansatz und wie du damit deine Insulinresistenz umkehren kannst. Finde heraus, wie man Insulin natürlich ins Gleichgewicht bringen kann – ohne stressigen Ess- oder Trainingsplan.

Natürliches Gewichtsmanagement

Abnehmen mit Insulinresistenz? Nicht unmöglich, aber sehr schwer und gleichzeitig so wichtig. Ich zeige dir, wie du  die Ursachen deiner Insulinresistenz dauerhaft und auf natürlichem Weg behandeln kannst. 

Freiheit vom Heißhunger

Spielt dein Insulin verrückt, ist Heißhunger die Folge. Mit meinem umfassenden In:Balance-Ansatz kannst du deine Insulinresistenz natürlich managen und brauchst Heißhunger oder Rückfälle  nicht zu fürchten.

Meine Ernährung vor der Diagnose

Ein Jahr bevor der erhöhte Prolaktin-Spiegel bei mir festgestellt wurde, hatte ich nach acht Jahren aufgehört, vegan zu essen und gelegentlich tierische Produkte wieder in meinen Speiseplan eingeführt. Das Gefühl von Müdigkeit und wie in Watte gepackt zu sein, verschwand innerhalb von zwei Wochen. Aber so richtig gut ging es mir immer noch nicht. Ich testete meine Grenzen aus und blieb bei einer glutenfreien und milchproduktarmen, obst- und gemüsereichen Ernährung mit – wie ich heute weiß – viel zu viel Zucker. Sei es in den glutenfreien Produkten, die oft neben Kohlenhydraten auch Zucker zur Konservierung beinhalten,  oder auch das viele Obst, das doch angeblich ach so gesund ist, nicht wahr? Wenn man seinem Körper etwas Gutes tun will, dann isst man doch Obst. Und je mehr, desto besser, könnte man meinen, wenn man sich die Medienlandschaft heute so ansieht. Wie falsch ich doch damit lag.

Nachdem ich wieder bei meinem gewohnten Arzt, einem weißbärtigen Buddhisten mit allerlei religiösen Artefakten, in seinem Behandlungszimmer vorgesprochen hatte, murmelte dieser sich einen Behandlungsplan in den Bart und meinte, ich solle in eine paar Wochen nochmals wiederkommen. Wenn meine Symptome dann nicht besser wären, würde er mir ein Medikament verschreiben.

Um es kurz zu machen: Ich kam ein paar Wochen danach wieder und bekam endlich ein Medikament. Ein sehr starkes, das mich für die Zeit der Medikation völlig außer Gefecht setzte. Ich wusste immer noch nicht, woher ich diese Erkrankung hatte und schob alles darauf, dass ich zu diesem Zeitpunkt freiberuflich war und es bestimmt am Stress lag. Das ist ja eine der liebsten Diagnosen unserer Ärzte: Stress. Weil man diesen nicht untersuchen oder nachweisen kann. Vor allem aber kann man den Patienten dafür verantwortlich machen. Ich nahm also die böse Pille und der Hormonspiegel normalisierte sich. Der Preis, den ich dafür zahlte, war hoch: Ich war ständig müde und erlebte Stimmungsschwankungen. Glücklicherweise wird das Medikament, das so stark ist, dass es ein Prolaktinom schrumpfen lassen kann, immer nur über Zeiträume von zwei Monaten verschrieben. Dann kam der neue Job und da ich nebenbei weiterhin freiberuflich arbeitete, viel Stress.

Rohkost

Um meine Gesichte zu erzählen, muss ich etwas weiter ausholen. Mit 20 ging ich nach Berlin und machte meine erste einschneidende Erfahrung mit Unterzuckerung. Ich war mit meinem damaligen Freund unterwegs, wir fuhren mit der U1 nach Friedrichshain zur Warschauer Straße. Dort wurde mir beim Aussteigen schwarz vor Augen. Ich blieb bei Bewusstsein, aber ich konnte für ein paar Sekunden gar nichts und für ein paar Minuten nur eingeschränkt sehen bei gleichzeitigem Schwindelgefühl.

Dieses Erlebnis von vollkommener Hilflosigkeit in einer mir noch unbekannten Stadt voller unfreundlicher Menschen und meiner Sehfähigkeit beraubt, wollte ich so nie wieder erleben. Fortan hatte ich immer etwas zu essen in der Tasche und sobald sich ein Hungergefühl einstellte, wurde ich wachsam. Hinzu kamen Schlafstörungen und häufige Bauchschmerzen. Eigentlich hätte ich damals zum Arzt gehen müssen. Aber mein Studium und meine nicht enden wollende Wohnungssuche ließen mir keine ruhige Minute.

Was hätte ein Arzt wohl festgestellt? Bestenfalls meine Gluten-Unverträglichkeit, aber auch nur, wenn es sich um einen äußerst progressiven Arzt gehandelt hätte. Auch die Insulinresistenz, die sich damals schon deutlich zeigte, hätte kurz nach der Jahrtausendwende wohl kein Mediziner diagnostiziert. Da hat sich bis heute nur wenig geändert, wie ich am eigenen Leib erleben musste.

Als ich etwa ein Jahr später in einer WG landete und dort ein Buch über Rohkost fand, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das meiste, was ich aß, waren Brot, Nudeln und Reis. Damals glaubte ich, dass mein Unwohlsein, meine Stimmungsschwankungen und mein Übergewicht mit dem Kochen zu tun haben könnten. So wird in der Rohkost-Logik gerne argumentiert: Das Kochen zerstört alle Nährstoffe. Ich wusste zu wenig, um darüber kritisch urteilen zu können, aber in dem Buch wurden die meisten meiner damaligen Beschwerden aufgeführt, zu denen auch schlechte Schlafqualität, Gewichtsprobleme, starke Akne und Verdauungsbeschwerden zählten.

Außerdem waren meine Lebensmittel nicht besonders hochwertig. Als Studentin konnte ich mir nichts als den Discounter leisten. Ich beschloss, eine 3-tägige Detox-Kur zu machen, in der ich nur Rohkost essen würde. Ich schlief besser und vor allem verschwanden die Bauchschmerzen, und so wurden aus den drei Tagen zwei Wochen, dann ein Monat, dann zwei und schließlich vier Jahre. Davon waren die ersten zwei Jahre sehr gut. Wie ich heute weiß, waren sie gut, weil ich keine Dinge mehr konsumierte, die schlecht für mich waren: Gluten, weißer Zucker und stärkehaltige Produkte. Auch rauchte ich nicht und trank weder Alkohol noch Kaffee, Saft oder Tee, worunter mein Sozialleben etwas litt, aber das nahm ich in Kauf, um mich vielleicht irgendwann gesund zu fühlen.

Rohkost war damals noch die Domäne alter griesgrämiger Männer, die auf andere schimpften, aber selbst heimlich einen Schweinebraten verdrückten. Das war noch in einer Zeit, in der man das verheimlichen konnte, lange vor Social Media. Die Menschen, die mir auf diesem Weg begegneten, lagen mir nicht wirklich. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die meisten doppelt so alt waren wie ich, hatten diese eben auch handfeste Diagnosen, mit denen sie arbeiten konnten. Diabetes oder Insulinresistenz waren damals kein Thema, zumindest in der deutschen Rohkost-Szene war nichts darüber bekannt, dass jemand Diabetes oder Insulinresistenz damit geheilt hätte. Es sollte noch über ein Jahrzehnt dauern, bis ich erfuhr, dass ich dabei war, einen Diabetes auszubilden. Deshalb suchte ich auch nicht aktiv danach. Wenn ich jemanden konsultierte, bekam ich halbgare Antworten  und letztendlich spielten alle dasselbe #blamegame mit mir: Wenn ich durch Rohkost nicht spindeldürr und gesund würde, wäre etwas mit mir nicht in Ordnung. „Ist bestimmt watt Psychischet bei dir,“ war eine der Antworten. Was soll man dazu noch sagen?

Ich suchte im Internet nach Alternativen und fand diese auch bei anderen Rohköstlern aus Großbritannien und den USA. Bereits damals legte ich meine Fett-Phobie ab. In Rohkostkreisen ist es kein Problem, sich mit Avocados, Oliven und Nüssen den Bauch vollzuschlagen. Wenigstens das muss man der Rohkost lassen: Ihre Einstellungen zu Fett ist positiv.

Ansonsten probierte ich viele Nahrungsergänzungen und Heilmethoden aus, immer auf der Suche nach diesem einen Puzzle-Teil, das mir fehlte. Von Schüssler-Salzen bis hin zu diversen bunten Pülverchen aus vermahlenen Pflanzen oder Algen, die man heute Superfoods nennt. Ich testete mich durch so ziemlich alles durch. Nichts half. Ich fand niemanden, der mir ähnlich war, weder im Netz noch im echten Leben. Und langsam ging es mit mir bergab.

Glutenfrei und vegan

Nach zwei Jahren Rohkost fühlte ich mich nicht mehr ganz so gut. Ich hatte weniger Energie und wurde oft krank. Ein heftiger Liebeskummer brachte mich dazu, meine Ernährung zu überdenken und so begann ich, gekochtes Gemüse wieder in meinen Speiseplan zu integrieren. Ich konnte nun zwar ohne mir ständig Obst reinschieben zu müssen den Tag überstehen, aber ich war weder richtig satt noch zufrieden.

Um mich herum schien jeder besser zu performen bei – aus meiner damaligen Sicht – schlechteren Ernährung. Das machte mich stutzig, aber ich hatte ja die Urteile der anderen über mich („Ist bestimmt watt Psychischet bei dir“, „Du bist doch Mitglied in einer Sekte“ oder „Wir denken, dass Du eine Essstörung hast“). Also blieb ich bei meiner Ernährung und befasste mich mit meinem Essverhalten. Und wer hätte das gedacht: wieder ohne Ergebnis.

Ich experimentierte weiter mit Nahrungsergänzungsmitteln und damals noch exotischen und selten auffindbaren Superfoods, die ich aus den USA oder Großbritannien importierte. Alles ohne Erfolg. Mein Gehirn wurde umwölkter und ich immer müder. Mit Mühe schaffte ich meinen Abschluss und wäre danach am liebsten für Monate im Bett verschwunden. Stattdessen besorgte ich mir einen Job und schrieb den letzten Teil meiner Diplomarbeit fertig. Nebenbei arbeitet ich im Schichtdienst, was mir überhaupt nicht gut tat, denn nachweislich erhöht Schichtdienst und allgemein zu wenig Schlaf die Insulinresistenz. Da ich mich aber zugleich viel bewegte, fing das eine das andere ein wenig ab. Außerdem war ich erst Ende 20, der große Knall stand mir noch bevor.

Einen weiteren Nebenjob hatte ich bei einer Heilpraktikerin, die Rohkost-Kochkurse gab. Zwar waren die Rezepte ausgesprochen lecker, aber das auch nur, weil sie voller Zucker waren. Denn inzwischen hatte das amerikanische Rohkost-Modell sich durchgesetzt, was zwar gut fürs Image der in Deutschland genussfeindlichen Altherren-Rohkost war, aber nicht unbedingt gesünder. Hatte die alte Rohkostriege noch für unverarbeitete Lebensmittel mit niedrigem Spaß-Faktor plädiert, kam nun eine neue, junge Generation an, die vor allem mit ihrem Sex-Appeal und jeder Menge Eso-Vibes überzeugte.  Weniger mit harten Fakten oder wissenschaftlicher Nachweisbarkeit.

Und mit dieser neuen, sexy Rohkost wurden auch Superfoods, Nahrungsergänzungsmittel, Veganismus und leider auch jede Menge falscher Informationen auf den deutschen Markt gespült. Agavennektar und Kokosblütenzucker waren der Renner in der Rohkostszene und wurden als gesunde Zucker verkauft. Bei Agavennektar hielt sich sogar hartnäckig das Gerücht, dass dieser den Blutzuckerspiegel nicht anheben würde, weil keiner sich mit dem Körper und dem Zuckerstoffwechsel auskannte. Auch nicht die Heilpraktikerin, die mir zwar Vitamin-B12-Spritzen verabreichte, aber meine Zweifel an der Kompetenz dieser Berufsgruppe verstärkten sich. Alle ihre Analysen und Mittelchen, die sie mir empfahl, zeigten entweder keine oder negative Wirkung.

Ein Bild hat sie gerne bei ihren Patienten verwendet: Das Bild einer überlaufenden Badewanne, bei der man nach dem Stöpsel suchen muss, um ihn zu ziehen. Dieses Bild passte so wunderbar auf meinen Zustand, denn ich wusste ja nicht, was das ganze vegane Zuckerzeug mit mir anstellte. Mein armer Körper war dauergeflutet vom Insulin. Kein Wunder, dass ich oft erkältet war und Wunden schlechten heilten. Auch meine Akne entzündete sich immer wieder. Mein Gewicht schwankte leicht, war aber noch im normalen Bereich.

Dann begegnete ich 2010 Victoria Boutenko, der Erfinderin des grünen Smoothies. Sie war auf Deutschland-Tour, um ihr Buch zu promoten und durch meinen Nebenjob bei der Heilpraktikerin nahm ich an einem Event mit ihr teil. Dort sah ich dann auch das, was man auf Fotos nicht sieht: Frau Boutenko, so nett und liebenswert sie auch ist, war zu dem Zeitpunkt adipös. Meine bereits bestehenden Zweifel gegenüber der Rohkost waren nun nicht mehr von der Hand zu weisen.

Kurze Anmerkungen: Es geht das Gerücht um, dass sogar Victoria Boutenko mittlerweile ketogen isst. So ein Zufall aber auch…

Glutenfrei und fast vegan

Immerhin, das B12 zeigte seine Wirkung. Der Schleier verflüchtigte sich und ich begann darüber nachzudenken, warum das so war. Leider wusste die Heilpraktikerin auch keine Antwort. Ich entschied, dass ich ein weiteres Experiment machen würde: Ich würde einen Monat lang tierische Produkte essen und dann sehen, wie es mir erging. Wenn es schlechter ging, würde ich einfach wieder aufhören. Wenn es mir besser ging, würde ich meine Ernährung um tierische Produkte ergänzen.

Ziegenjoghurt und Fleisch gehörten zu meinem täglichen Speiseplan und das war genau die richtige Entscheidung für mich. Aber mich quälte das schlechte Gewissen, denn bis heute bin ich nicht einverstanden damit, wie Fleisch und Milch gewonnen werden, und hatte große Mühe, das vor mir zu rechtfertigen. Aber nach dieser „Kur“ aus tierischen Produkten machte ich immer wieder längere Phasen durch, in denen ich mich vegan ernährte. Meine Grundlage waren Kartoffeln, Buchweizen, Hirse und Reis mit allen mir zur Verfügung stehenden Gemüsen. Obst aß ich auf Empfehlung meines Arztes nur noch im Sommer (weil ich ja sonst auskühlen würde, wer den Stuss glauben will, bitte gerne), dafür in rauen Mengen. Eine ganze Wassermelone zum Frühstück? Kein Problem! Von den Milchprodukten vertrug ich nur Ziegenkäse, den ich auch nur im Sommer aß. Wenn ich diesen über mehrere Wochen hinweg verzehrte, wurde ich krank, so wie man sich eine Erkältung einfängt. Also schränkte ich den Verzehr stark ein.

So mauschelte ich irgendwie weiter vor mich hin, bis ich 2012 in einem ziemlich ätzenden Job landete. Ein furchtbares Arbeitsklima und lange Anfahrtszeiten setzten dem gesamten Team zu. Gegen ersteres halfen Süßigkeiten, die ich zum ersten Mal seit Jahren aß. Meine Chefin stellte jeden Tag volle Teller ins Büro und irgendwann langten wir alle zu. Bis dahin war mein Gewicht noch für mich normal. Das würde sich bald ändern. Vor allem, als sich meine Arbeitszeiten änderten und wir im Schichtdienst arbeiteten. Nichts triggerte meine Insulinresistenz bis dahin so sehr wie dieser Stress. Ich bin ein Morgenmensch und es war eine Zumutung, geistig so lange arbeiten zu müssen. Ich nahm in dieser Zeit stark zu.

Als ich den Job wechselte, nahm ich innerhalb der ersten Wochen etwa zwei Kleidergrößen ab, war aber immer noch schwerer als gewöhnlich. Aber meine Füße begannen zu schmerzen. Ich musste mir am Morgen einige Minuten Zeit nehmen, damit ich aufstehen und gehen konnte. Ich konnte nicht sicher stehen und bei jedem Schritt fühlte es sich an, als würde ich auf heißen Nadeln laufen. Ich ging zum Orthopäden, der mir natürlich sofort vorwarf, ständig hohe Schuhe zu tragen. Was für ein Blödsinn und was für eine Unverschämtheit. Wo die Kompetenz versagt, schiebt man dem Patienten die Schuld zu. Seine Diagnose: Knick-Senk-Spreiz-Fuß (Plantarfaszilities) mit Halux und Fersensporn, beidseitig, links kommt noch Arthrose im großen Zehengelenk hinzu. Irgendwann würde mein linkes Zehengelenk ganz steif werden. Was für tolle Nachrichten, vor mir lag ja nun wirklich eine leuchtende Zukunft. Ich bekam Einlagen und musste mehrere kostenpflichtige Therapien über mich ergehen lassen. Das dauerte drei erfolglose Jahre, in denen die Schmerzen nicht besser wurden, mein Arzt aber sehr reich.

Nach meinem furchtbaren Job mit Schichtdienst, ca. Mitte 2013.

Standardernährung ohne Gluten

In diesen drei Jahren war mein Leben in Aufruhr: Ich nahm ein berufsbegleitendes Studium auf, musste immer im Sommer zur Frauenärztin, um mir mein prolaktinsenkendes Medikament verschreiben zu lassen und erfuhr, dass die Heilpraktikerin im Alter von 35 Jahren gestorben war. All meine Hoffnung, die ich auf eine gesunde – also vegane – Ernährung gesetzt hatte, waren zunichtegemacht. Sie hatte sich vor mir immer mit ihrer medizinischen Ausbildung gebrüstet, und war dann innerhalb von 2 Jahren an Krebs gestorben. Wenn sie schon nicht wusste, was sie gesund machen würde, wie sollte ich es dann herausfinden?

Meine Recherche zu meinen Fußschmerzen gab ich schnell auf, denn ich fand nur eine Diagnose, die auf mich gar nicht zutreffen konnte, deren Symptome aber passten: peripherale Neuropathie. Die Nerven in den Gliedmaßen sterben ab, zuerst in Händen und Füßen. In den Quellen fand ich die peripherale Neuropathie aber nur als Symptom bei Drogenabhängigen und schweren Alkoholikern. Dass diese auch bei Diabetikern auftritt, stand nirgendwo. Da ich weder Drogen nahm und auch nicht alkoholkrank war, verwarf ich diese Idee schnell wieder. Außerdem war ich durch den Tod der Heilpraktikerin und meine eigenen erfolglosen Versuche nicht gut zu sprechen auf alternative Ernährungskonzepte.

Ich sah auch keinen Zusammenhang zwischen meiner Ernährung und meinen Fußschmerzen. Ein Mal ging ich sogar zu einer Wunderheilerin. Wenn meine Schmerzen tatsächlich psychisch sein sollten, würde mir ein bisschen Psychomagie doch helfen. Aber nichts dergleichen. Meine Schmerzen blieben dieselben. Mein Hunger blieb derselbe. Mein Körper wuchs und wuchs. Lange sollte es nicht mehr dauern, bis ich endlich die wahre Ursache für meine Probleme finden würde. Zunächst würde ich aber nochmals so richtig daneben greifen.

High-Carb und Sport

Da ich entweder studierte oder arbeitete, hatte ich keine Zeit für ein richtiges Hobby. Das Tanzen hatte ich aufgegeben, denn die Fußschmerzen machten es mir unerträglich, auch nur einen normalen Spaziergang zu absolvieren. Die hohe geistige Belastung machte aber einen körperlichen Ausgleich notwendig, und so ging ich 3-5 Mal in der Woche ins Fitness-Studio und probierte erst den Trainingsplan, den man mir dort gab. Nach und nach entwickelte ich eigene Trainings, ich baute auch recht viel Muskelmasse auf, aber das war dann auch das Einzige, was ich als Erfolg verbuchen konnte. Ich schlief nicht besser, ich fühlte mich kein Stück fitter, meine Füße schmerzten immer noch, ich nahm immer noch zu, denn das Training macht vor allem eins: hungrig.

In der Uni hielt jemand einen Vortrag über einen Sportler, der seine Ernährung auf fettreich umgestellt und damit seine Leistung gesteigert hatte. Allerdings hatte der Redner es so dargestellt, als ob er nur noch Macadamia-Nüsse essen würde. Hätte er es nicht so unglücklich ausgedrückt, hätte spätestens da der Groschen fallen können, aber ich war noch so gehirngewaschen von der gängigen Meinung, dass ich den Zaunpfahlwink nicht verstand. Bei meiner späteren Recherche über ketogene Ernährung fand ich den Sportler übrigens wieder. Er isst mehr als Macadamia-Nüsse.

Keine Ernährungsform ist so ungesund wie das, was uns die Fitness-Häschen weiß machen wollen: Alle zwei Stunden essen, immer mit vielen Kohlenhydraten, fettfreiem Fleisch und möglichst kalorienarm. Der Körper muss ständig Insulin produzieren. Das ist beim Body Building auch so gewünscht, denn Insulin wirkt anabol, also aufbauend. Aber Body Building ist kein Sport. Body Building ist Body Building. Bei einer Sportart lernt man teilweise hochkomplexe Bewegungsabläufe und ein Regelwerk. Das ist beim Pumpen nicht der Fall. Die Übungen sind denkbar einfach. So einfach, das viele sich ein Buch oder die Zeitung mitnehmen oder etwas auf ihrem Smartphone lesen. Frag mal einen Tänzer oder Volleyball-Spieler, ob er das beim Training machen kann.

Das häufige Essen, drei Hauptmahlzeiten und ein bis zwei Zwischenmahlzeiten, ist für jemanden, der insulinresistent ist, alles andere als zuträglich. Kurz vor meinem Uniabschluss meldete ich mich im Fitness-Studio ab. Ich war es leid, so viel Zeit auf ein Training zu verwenden, das mich nicht weiter brachte und genau den gegenteiligen Effekt hervorrief. Nur war mein Körper mittlerweile so überlastet, dass er sich nicht von selbst wieder einpendelte. Ich ging im Sommer 2017 wieder zu meiner Ärztin (die vom Buddhisten die Praxis übernommen hatte) und bekam wieder aufgrund eines hohen Prolaktin-Spiegels das Medikament verschrieben. Ich sprach sie darauf an, wie es sein kann, dass ich seit sechs Jahren immer zur selben Jahreszeit zu ihr kommen muss, weil ich zu viel Prolaktin habe. Dieses Mal verließ ich endlich mit einer Überweisung zur Endokrinologin die Praxis.

Eine unerwartete Wendung

Etwa zum gleichen Zeitpunkt sagte ich nach Jahren der erfolglosen Behandlung zum Orthopäden: “Ich habe immer noch Schmerzen, obwohl ich alle Therapien mitgemacht habe.“ Der Orthopäde ließ sich zu einem Vortrag darüber herab, dass ich ein gewisses Nahrungsergänzungsmittel bräuchte: Astaxanthin. Das würde den Lachsen auch helfen, wenn sie auf dem Weg zum Laichplatz den Fluss aufwärts schwimmen müssten. Es würde mir gleich ein Rezept ausstellen, sagte er gönnerhaft. Wohlgemerkt für ein Nahrungsergänzungsmittel, dass ich auch auf einfacherem Weg übers Internet bekommen kann, ganz ohne Rezept. Er beendete seinen vor Eitelkeit triefenden Vortrag mit dem Satz, der einen Wendepunkt in meinem Leben darstellen sollte: „Das ist alles psychisch bei Ihnen.“ Damit lief das Fass (oder sollte ich lieber sagen die Badewanne) über. Es folgte ein lauter, verbaler Schlagabtausch. Wenigsten ein Rest Kampfgeist steckte noch in mir. Ich verließ zornerfüllt die Praxis. In einem Café setzte ich mich ans Fenster und schrieb mir meine Gefühle von der Seele, während mir die Tränen über das Gesicht liefen. So konnte es nicht weitergehen. Ich war Mitte 30 und mit meinem Problem vollkommen alleine. Außer meinen Freunden und meiner Familie glaubte mir niemand, obwohl es offensichtlich war, dass ich bei jedem Schritt Schmerzen verspürte. Die Endokrinologin, auf deren Diagnose ich so gehofft hatte, setzte dem ganzen noch die Krone auf.

Das Resultat der ausgiebigen Untersuchungen bei der Endokrinologin war niederschmetternd. Hatte ich Hashimoto befürchtet, so machte mich ihre knapp vorgetragene Diagnose sprachlos: „Ihnen fehlt nichts. Sie haben PMS, damit müssen Sie leben. Kaufen Sie sich ein stark zuckerhaltiges Nahrungsergänzungsmittel mit Fruktose-Sirup und machen Sie damit eine Eisenkur. Und kommen Sie ab jetzt regelmäßig zur Blutabnahme.“ So schnell ich konnte, war ich raus aus der Praxis. Meine letzten Hoffnungen auf Klarheit über meinen Zustand und Besserung waren dahin. Ich lief mit schmerzenden Füßen und einer Mischung aus Wut und Verzweiflung zur S-Bahn. Was lief hier falsch? Warum musste ich so leiden, ich hatte doch versucht, alles richtig zu machen und mich schön an die Regeln gehalten. Warum ging es mir dann so schlecht?

Da ich in den kommenden Wochen viel Zeit zu Hause verbrachte, fasste ich einen Entschluss: Ich würde eine Lösung finden. Egal, wie diese aussah. Aber ich würde mein Leben nicht mehr mit Schmerzen auf der Couch verbringen und mit Ärzten, die mir einzureden versuchten, dass ich nicht ganz bei Trost war. So begann ich um den Jahreswechsel herum mit einem täglichen Schreibprojekt: den Morgenseiten. Jeden Morgen setzte ich mich an den Schreibtisch und schrieb drei Seiten voll. In den Morgenseiten tauchten immer die gleichen Gedanken auf. Einer dieser Gedanken war: Es ist alles zu viel. Ich verstand nicht so richtig, aber ich begann, mein Leben einer Prüfung zu unterziehen.

Ketogen und zuckerfrei

Ich fühlte mich, als sei ich auf einem Abstellgleis gelandet, auf dem ich nichts verloren hatte. Aus lauter Frust über meinen Zustand begann ich meine Wohnung aufzuräumen. Und es tat sich etwas. Nicht nur, dass ich eine große Menge unerledigter Dinge vollendete, meine Wohnung renovierte und gleich mehrere Ideen erfolgreich umsetzte. Ich hatte alle Hände voll zu tun, mein Leben in eine neue Richtung zu lenken. Nach etwas mehr als zwei Monaten des Schreibens und Aufräumens kam ich an den Punkt, an dem mir klar wurde: Jetzt dringe ich zum Kern der Sache vor. Meine Gesundheit hatte sich zumindest nicht verschlechtert. Ich schlief wieder etwas mehr, wenn auch die Schlafqualität nicht besonders gut war. Ich war optimistischer und bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen.

In den Aufräum-Pausen belohnte ich mich mit Videos auf YouTube. Dort holte ich mir weitere Inspiration für mein Aufräum-Projekt. Es wurden mir auch Videos zu anderen Themen vorgeschlagen. Auch zur Ernährung. Das tat ich aber vorerst ab. Seit dem Tod der Heilpraktikerin und meinen Versuchen, mit Sport fit und gesund zu werden, hatte ich alle Hoffnungen an Ernährung aufgegeben. Aber der YouTube-Algorithmus wusste wohl besser, was ich brauchte. Schließlich klickte ich eines Tages doch mal auf ein Video, in dem es um ketogene Ernährung ging.

Die ketogene Ernährung, kurz Keto, gehört zu den Low-Carb-Ernährungen und wurde für epilepsiekranke Kinder in den 1920ern entwickelt. Später stellte man fest, dass sich Keto auch gut für Menschen eignet, die zu viel Insulin produzieren aufgrund einer kohlenhydratreichen Ernährung (Hyperinsulinämie, Insulinresistenz, Prä-Diabetes). Dabei wird der Anteil an Kohlenhydraten auf unter 50 g gesenkt, Eiweiß wird in mittelgroßer und Fett in großer Menge (ca. 150 g) verzehrt. Das Ziel ist, dass der Körper von der Verbrennung der Kohlenhydrate auf Fettverbrennung umstellt (Ketose). Dieser Zustand scheint sich auf viele Erkrankungen positiv auszuwirken.

Es klang zu gut, um wahr zu sein. Und wenn so klingt, das hatte mich die Erfahrung gelehrt, dann ist es auch nicht wahr. Keinen Hunger mehr? Für mich unvorstellbar. Hunger war neben den schmerzenden Füßen mein ständiger Begleiter. Nun meldete sich auch mein Rücken und hörte nicht mehr auf, was ich auch tat. Die Schmerzen machten mich so mürbe, dass ich endlich bereit war, mich auf ein weiteres Experiment einzulassen. Ich würde es drei Tage, höchsten eine Woche ausprobieren, und wenn es nicht klappte (wovon ich ausging), hätte ich wenigstens neue Erkenntnisse gewonnen. Ich würde aber nicht weiter nach Informationen suchen, um meine Erfahrung nicht allzu sehr beeinflussen zu lassen. Wenn das Konzept stimmte, dann würde es sich mir beweisen müssen.

Die ersten drei Tage mit der ketogenen Diät waren nicht besonders schön, aber besser als die Tage zuvor. In den ersten drei Tagen ist man immer noch sehr hungrig, denn Blutzuckerspiegel und Insulin regulieren sich, wenn keine Kohlenhydrate mehr zugeführt werden. An Tag Vier hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, wortwörtlich auf sicherem Boden zu stehen, auch wenn mir meine Füße noch wehtaten. Ich beschloss, erst mal weiter zu machen, erwartete aber nicht sehr viel mehr als das Wohlbefinden, das sich einstellte. Ich schlief mittlerweile wieder etwas mehr, hatte ein bisschen Gewicht verloren und unerklärlich gute Laune. Am zehnten Tag meines Keto-Experiments hatte ich einen wichtigen Termin. Aus einer Laune heraus wollte ich nach diesem Termin ein Stück laufen, der U-Bahn-Linie folgend. Natürlich nicht die ganzen 4,5 Kilometer. Sobald meine Füße nicht mehr konnten, würde ich mich in die U-Bahn setzen und nach Hause fahren. Ich ging los, immer von einer U-Bahn-Station zur nächsten in der Erwartung, dass gleich der Schmerz einsetzen würde.

Aber der Schmerz kam nicht. Ich lief die ganzen 4,5 km in meinen Stadtteil – ohne Probleme. Aber am nächsten Morgen, das wusste ich aus Erfahrung, würde ich dafür bezahlen müssen. Ich würde bestimmt mit stechenden Schmerzen und geschwollenen Füßen aufwachen und für zwei Tage die Wohnung nicht verlassen können. Also wäre es klug, die Einkäufe für diese Zeit jetzt zu erledigen und so ging ich in den Supermarkt und dann heim. Ich hatte insgesamt eine Strecke von etwa 5,2 km zurückgelegt. Das entspricht etwas mehr 7300 Schritten. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so viel gelaufen war. Aber morgen würde ich den Preis dafür zahlen, so viel war sicher.

Am nächsten Morgen setzte ich in Erwartung des Schmerzes meine Füße auf den Boden und erhob mich aus dem Bett. Nichts geschah. Ich hatte keine Schmerzen. Meine Füße waren auch nicht geschwollen. Ich konnte normal stehen. Jemand, der das nicht selbst erlebt hat, wird es nur schwer nachvollziehen können, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe. Ich schaute auf meine Füße und wusste nicht, was los war. Später suchte ich in einer Aufräum-Pause dann gezielt nach Antworten im Internet, aber ich fand nichts. Bis auf dieses eine Video auf YouTube von einem Chiropraktiker aus den USA. Dieser sprach über die bei einer seiner Patientinnen diagnostizierte Plantarfaszilities, die Schmerzen verursachte, wie bei mir. Ich traute meinen Augen nicht. Es war ziemlich genau mein Fall, der dort besprochen wurde. Und in dem Video wurden ebenfalls die peripherale Neuropathie und ketogene Ernährung erwähnt. Damit war der Fall für mich klar.

Diabetikerin ohne Diagnose

Ich für mich habe mir meinen Fall so erklärt: Ich bin längst und schon lange (geschätzte 20 Jahre, aber vielleicht auch schon seit meiner Kindheit) Diabetikerin bzw. Prä-Diabetikerin, aber keiner meiner Ärzte war mal so gewitzt, mich darauf zu testen. Sogar die Endokrinologin nicht, die ja nach eigenen Angaben ein großes Blutbild mit allem Pipapo vorgenommen hatte. Da ich von den Ergebnissen der letzten zehn Tage derart positiv überrascht war und ich mich seit Langem wieder besser fühlte, blieb ich dabei und las mich weiter in das Thema ein.

Die Informationen über Insulinresistenz und meine Fußschmerzen sind, wenn man sie denn findet, wenig hilfreich, schon gar nicht für den medizinisch Ungebildeten. Insulinresistenz ist auch schwer zu erklären, denn sie ist nichts Absolutes. Sie kann für eine kurze Zeit auftauchen (z.B. wenn man ein paar Nächte schlecht schläft) oder sie kann wie bei mir und vielen anderen Menschen über Jahrzehnte unbemerkt verlaufen, aber weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Für mich stand fest, dass ich da auf etwas für mich sehr Wichtiges gestoßen war, und dass ich meine Entdeckung würde ernst nehmen müssen. Jegliche Kohlenhydrate würde ich auf ein Minimum reduzieren und dieses kalorische Defizit mit Fett ausgleichen. Ich würde intermittiert fasten müssen, um meinem Körper die Gelegenheit zu geben, sich zu reparieren, so viel hatte ich verstanden. Nur gab es noch ein Problem: Ich hatte immer noch Hunger. Ein paar Tage später nach meiner Menstruation verschwand der Hunger und mein Essverhalten pendelte sich völlig neu ein.

Was für ein Gefühl: satt. Eine vollkommen neue Empfindung. Ich konnte über Stunden meiner Arbeit nachgehen, Besorgungen erledigen und mich meinen kreativen Ambitionen widmen. Selbst wenn ich hungrig wurde, war es kein Problem, denn ich war nicht wie früher mehrfach am Tag unterzuckert und der Ohnmacht nahe. Aus dem immerwährenden Hunger wurde ein 2-wöchiger Rhythmus, in dem ich die erste Zyklushälfte Keto mit Intervallfasten kombinierte und in der 2. Zyklushälfte so aß, bis ich satt war. Um den Einsprung und vor der Menstruation hatte ich nach wie vor PMS-Symptome. Diese nahmen von Monat zu Monat in sehr kleinen Schritten ab, ganz verschwunden sind sie aber nicht. 

Und noch etwas änderte sich: Ich konnte wieder Milchprodukte essen. Ich konnte sogar gewöhnliche Milch trinken. Symptome bekam ich erst, wenn ich es heftig übertrieb. Aber was für ein Hinzugewinn an Lebensqualität das für mich bedeutete. Auch wenn es einige Meinungen dazu gibt, dass man Milchprodukte aus seiner Ernährung streichen sollte, bin ich der Ansicht, dass jeder selbst austesten muss, was gut funktioniert.

Es gibt aber auch Menschen, die nicht nur insulin-, sondern auch augenscheinlich lernresistent sind.

Keiner will gesund sein

Als ich schon einige Monate lang ketogen aß, es mir immer besser ging und mein erster Informationsbedarf gedeckt war, suchte ich im Internet nach Menschen, die Ähnliches wie ich erlebt und ebenfalls ihre Gesundheit mit ketogener Ernährung verbessert hatten. Leider ist die Literatur dazu noch etwas dünn mit Ausnahme einiger Studien, die ich mir besorgte und eifrig las. Ich fand wenige, dafür sehr ausführliche Blogs, in denen die Betroffenen (meist Frauen mittleren Alters) über ähnliche Erfahrungen berichteten. Das bestärkte mich. Aber es gab auch merkwürdige Erlebnisse.

Ich trat einigen Facebook-Gruppen bei, um mich mit anderen auszutauschen. Aber in einer Facebook-Gruppe traf mich fast der Schlag. Die anderen Gruppenmitglieder wollten unbedingt krank bleiben, so kam ihr Verhalten bei mir zumindest an. Sie teilten ihre intimsten Erlebnisse mit Insulinresistenz, sie zeigten sich sogar gegenseitig ihre Befunde. Es herrschte immer noch die veraltete schulmedizinische Meinung vor, dass Zuckerkranke Zucker konsumieren müssen, und zwar in großen Mengen. Warum hält sich dieses Dogma? Wenn das stimmt, warum sagt dann niemand Alkoholikern, dass sie nach dem 12-Stufen-Programm ruhig weiter trinken dürfen? Nur im Bereich Ernährung halten sich die längst widerlegten falschen Grundsätze.

In der Gruppe wurde jegliche Diskussion darüber, Insulinresistenz mit Ernährung zu managen, von der Administratorin rigoros unterbunden. Vielleicht, weil sie mit der Gruppe Geld verdient, vielleicht auch, weil sie selbst (immer noch ziemlich dick) keine besonders vorzeigbaren Ergebnisse hat. Wer möchte sich da schon selbst infrage stellen? Ihr Lieblingswort in diesem Zusammenhang war „konform“ und sie setzte es häufig ein, um Gruppenmitglieder mundtot zu machen und ihnen gleichzeitig ihr Buch anzudrehen. Bei ihrem Übergewicht gepaart mit einer kompetitiven Hörigkeit gegenüber Autoritäten würde ich auch keine Lösung für meine Probleme wollen, sondern immer nur schön eine Bestätigung meiner bestehenden Meinung.

Kurz nach meinem Beitritt trat ich wieder aus und fand andere Gruppen, in denen die Mitglieder Ähnliches durchlebt hatten und sehr aufgeschlossen waren. Ich fand eine Gruppe, die sehr viel größer war und in der jeder seine Ideen einbringen konnte. Ich begegnete dort Menschen, die ebenfalls wie ich ihre Insulinresistenz mit LCHF oder einer ketogenen, zuckerfreien Diät kontrollieren, und genau wie ich sehr gute Ergebnisse verbuchen können.

Aber damit sollte es noch nicht genug sein. Beflügelt durch ein Netzwerk-Treffen im Spätsommer setzte bei mir eine Hochphase der Kreativität ein. Ich hatte meine Mission gefunden: Ich wusste, dass ich nicht alleine war. Ich würde alles daran setzen, um diejenigen zu erreichen, die wie ich heimlich litten und innerlich schon aufgegeben hatten. Ich würde mit meinen Fähigkeiten dafür sorgen, dass diese Menschen genau die Informationen und Methoden an die Hand bekamen, die sie brauchten, um ein gutes Leben zu führen. Deshalb gibt es diese Seite.

Chariots of Fire

Niemand, der nicht etwas Ähnliches durchlebt hat wie ich, wird verstehen können, wie es sich anfühlt, endlich die Lösung in Händen zu halten. Und zwar noch bevor man das Problem kennt.

Ich fand nach einigen Wochen der Recherche eine Praxis, die einen Zuckerbelastungstest anbot. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich einen Termin hatte. Ich hatte meine Ernährung bereits vor fünf Monaten umgestellt. Dennoch vermutete ich, dass die Insulinresistenz das Resultat des Tests sein würde. So schnell pendelt sich der Körper ja wohl nicht wieder ein. Ende September 2018 war es dann soweit.

Es muss an dieser Stelle gesagt werden, dass die Betonung auf „Belastung“ liegt. Denn der Test geht über mehrere Stunden und stellt eine wirkliche Belastung dar, wenn man insulinresistent oder Diabetiker ist. Ich habe aus dieser Erfahrung sehr viel gelernt. Es war wie ein Check-up nach wenigen Monaten, bei dem ich feststellen konnte, wie viel mir die Umstellung schon gebracht hatte. Denn all die unangenehmen Symptome wie ständiger Hunger, Unterzuckerung, meine Fuß- und Rückenschmerzen hatte ich zwar nicht vergessen, aber sie waren nicht mehr präsent. Beim Zuckerbelastungstest durfte ich dann eine handfeste Unterzuckerung noch einmal so richtig erleben mit allem, was dazugehört: Schwindel, Übelkeit, weiche Knie, Zittern. Ja, genauso hatte ich vor fünf Monaten noch jeden Tag gelebt, in ständiger Angst, dass ich gleich ohnmächtig würde.

Eine Woche später kam das Ergebnis. Wohl kaum ein Mensch hat sich jemals so sehr darüber gefreut, endlich die richtige Diagnose in den Händen zu halten. Das kann wohl nur jemand verstehen, der wie ich Jahre lang gelitten hat und nicht wusste, was sein Problem war und dann auf einmal hatte ich es schwarz auf weiß. Aber nicht nur das: Ich hatte ja schon längst die Lösung. Beschwingt trat ich von der Praxis auf die Straße und hätte die Welt umarmen können. Ich wusste, was mit mir nicht gestimmt hatte, ich wusste ganz genau, wie ich das in Zukunft würde lenken können. Die Welt hatte mich wieder und ich mich mit ihr versöhnt. Ich war mir sicher, als ich auf die Straße trat: Ich hatte niemals einen Tumor. Auch keine Essstörung, wie mir oft in meinem Leben angedichtet worden war. Kein PMS. Ich hatte einfach nur Hunger und einen unentdeckten Diabetes.

Das Ergebnis meines Zuckerbelastungstest im September 2018 nach fast sechs Monaten ketogen & zuckerfrei: immer noch eine 2.3 und damit positiv.

5 wichtige Lessons learned

Wenn du bis hierhin gelesen hast: Danke, Danke, Danke, dass du meine Geschichte liest und mithilfst, die Informationen weiter zu tragen und anderen Betroffenen zu helfen. Ich rechne es dir hoch an, dass du mir deine Aufmerksamkeit geschenkt hast.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieser ausführlichen Version meiner Geschichte liegt meine Umstellung 6 Monate und 10 Tage zurück. Ich bereue nichts. Mir geht es sehr gut. Ich schlafe besser. Meine Füße schmerzen nicht mehr. Mein Rücken schmerzt nicht mehr. Mein Gewicht normalisiert sich. Ich bin nicht mehr mehrmals am Tag unterzuckert und der Ohnmacht nahe. Mein Energielevel ist stabil und ich kann mich sehr gut konzentrieren. Meine Akne ist größtenteils verschwunden und ich brauche kaum noch Hautpflegeprodukte. Ich fühle mich sehr wohl und bin froh, endlich die Lösung gefunden zu haben. Wenn ich zurückblicke, wie lange es gedauert hat und wie schnell dann alles ging, kann ich nur den Kopf schütteln. Es kommt mir immer noch vor wie ein Wunder.

Ich habe viel gelernt und lerne immer noch. Deshalb fasse ich hier für dich die wichtigsten Erkenntnisse dieser ersten kritischen 6 Monate zusammen:

#1 Das Wichtigste ist das, was man weglässt

Ich habe mich sehr oft gefragt, warum manche Leute mit bestimmten anderen Ernährungsformen so gute Ergebnisse erzielen. Ich bin der Meinung, dass es etwas damit zu tun hat, was man weglässt. Die ersten beiden Jahre Rohkost waren super für mich. Aus meiner heutigen Perspektive und mit meinem derzeitigen Wissensstand vermute ich, dass dies damit zusammenhing, dass ich kein Gluten mehr zu mir genommen habe, also seit mittlerweile 2002. Ich vermute auch, dass ich deshalb niemals so etwas wie „Keto Flue“ erlebt habe. Ich habe zu dem Zeitpunkt auch keinen raffinierten Zucker oder Fertigprodukte gegessen. Keinen Alkohol, keine Zigaretten, keinen schwarzen Tee. Viele Dinge also, die mir einfach nicht gut taten und auch heute immer noch nicht gut tun. Außerdem bin ich auf Bio umgestiegen. Ich habe also die Qualität meiner Nahrung optimiert. Das alles hat mir zwei gute Jahre beschert, in denen ich aber leider immer noch nicht satt wurde und ständig Hunger hatte. Aber ich habe die Angst vor Fett verloren und viele Avocados, Nüsse und Oliven gegessen. Das war wohl das Beste, was ich damals getan habe.

#2 Ständige Ketose ist anstrengend und unnötig

Was Ernährung betrifft, so habe ich immer versucht, mich an dem, was ich als natürlich einstufen würde, zu orientieren. Wäre es natürlich, nur Fleisch und Butter zu essen und alles mit einem Butterkaffe runter zu spülen? Oder würde ich als Europäerin, die an gemäßigte Klimazonen und viel Grün gewöhnt ist, nicht eher auch mal zu Grünzeug greifen? Ich finde diese Diskussion um Keto, LCHF und die Carnivore Ernährung schlicht kontraproduktiv. Es wäre doch natürlich, wenn unser Speiseplan ständig rotieren würde.

Ich fasse die ketogene Ernährung als das auf, was sie ist: eine Therapie. Sie wurde entwickelt, um Kindern mit Epilepsie zu helfen, und die Studienlage ist noch zu dünn, um wirkliche Richtlinien formulieren zu können. Bis dahin sind wir damit alleine gelassen. Das erlaubt uns auch, damit zu spielen. Das sollten wir mehr tun und Toleranz walten lassen. Jeder ist auf seinem Weg unterwegs und wir wollen eigentlich nur eins: ein gutes Leben. Es wäre besser, wen wir uns dabei unterstützen würden, als sich als Ernährungs-Polizei aufzuspielen.

#3 PMS

Eine der größten Demonstrationen an Inkompetenz habe ich mit der Endokrinologin erlebt, die mir doch tatsächlich PMS diagnostizierte. Ganzjährig, wohlgemerkt, 365 Tage im Jahr. Daraus ziehe ich für mich persönlich folgenden Schluss: Ärzte sind keine Wissenschaftler, die Probleme lösen können. Jeder, der gesund sein will, muss sich selbst um seinen Informationsstand kümmern. Und dann seinen Arzt vielleicht auch mal ein bisschen herausfordern. Ein guter Arzt lässt sich darauf ein und bespricht deine Anliegen mit dir.

#4 Übergewichtig und unterernährt

Wir sind immer sehr schnell dabei, alles auf die Psyche zu schieben, weil wir die körperliche Ursache nicht kennen. Damit muss Schluss sein. Genauso wie es bis vor einigen Jahren noch verpönt war, über seelische Erkrankungen zu reden, ist es heute immer noch verpönt, bei einem übergewichtigen Menschen eine andere Ursache als Willensschwäche festzustellen.

Dass viele Menschen in unseren westlichen, überzuckerten Industrienationen angesichts eines Überangebots an Essbarem unterernährt sein können bei gleichzeitigem Übergewicht, ist schwer vorstellbar. Lieber schiebt man dem Individuum die Schuld zu. Als ob das jemals geholfen hätte. Wer nicht insulinresistent ist, kann sich auch gar nicht vorstellen, wie es ist, ständig unter Hunger zu leiden, weil nur ein Teil der aufgenommenen Nahrung in den Zellen ankommt. Ich nenne dieses Phänomen „Blamegame“ und damit muss Schluss sein. Deshalb habe ich diese Seite aufgesetzt und so viel Arbeit hierein gesteckt, damit endlich die richtigen Informationen zur Verfügung stehen und das Leid vieler weniger wird.

#5 Die überlaufende Badewanne und der Stöpsel

Weiter oben habe ich bereits das Bild der überlaufenden Badewanne verwendet, das so gut zur Insulinresistenz passt. Meiner Erfahrung nach können die Stöpsel aber unterschiedlich sein. Bei mir ist es ganz klar die Ernährung, aber auch Schlaf. Weniger Bewegung, wobei ich mit Bewegung keinen Sport meine. Aber ich gehöre wohl zu denen, die sich eher ausruhen dürfen und nicht noch nach Feierabend aufs Laufband müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Das kann bei jedem anders sein. Auch die Auslöser können mitunter sehr versteckt sein.

Aus diesem Grund habe ich nach zweieinhalb Jahren Erfahrung mit Ernährung bei Insulinresistenz und meinen sehr guten Ergebnissen meinen Online-Kurs In:Balance erstellt. Da erkläre ich dir leicht verständlich, wie man Insulinresistenz ohne Medikamente einfach managen und Gewicht verlieren kann, sodass ein Leben ohne Symptome möglich wird. Zusätzlich gibt es Arbeitsblätter und ein Gruppen-Coaching, in dem individuelle Fragen besprochen werden können. Es gibt Literaturlisten für das Selbststudium, Check-Listen zum Ausdrucken und Übungen, die du ganz einfach von zu Hause aus erledigen kannst

FAQ zur Insulinresistenz

Lerne deinen Körper besser kennen!

Was ist Insulinresistenz?

Insulinresistenz ist eine Stoffwechselstörung. Dabei kann der Körper nicht mehr korrekt mit Kohlenhydraten umgehen und produziert zu viel Insulin

Warum kann ich nicht abnehmen?

Wenn der Insulinspiegel zu hoch ist, lagert der Körper zugeführte Nährstoffe schneller im Fettgewebe ein. Gleichzeit verhindert das Insulin, dass du auf deine Fettreserven zugreifen kannst. Die Lösung: Dein Insulinspiegel muss sich normalisieren.

Wie wird man insulinresistent?

Die wenigsten Menschen kommen mit einer angeborenen Insulinresistenz zu Welt. Die meisten erwerben sie im Laufe des Lebens durch Ernährung und Lebensführung. Deshalb sind das auch die beiden größten Faktoren, die darüber entscheiden, ob du insulinsensitiv wirst oder nicht.

Was passiert, wenn ich insulinresistent bleibe?

Insulinresistenz wird zu oft auf die leichte Schulter genommen. Dabei ist sie die Grundlage für Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Alzheimer und vielen weiteren chronischen Erkrankungen. Eine Insulinresistenz nicht zu behandeln, vermindert deine Lebensqualität und kann sogar deine Lebenserwartung verkürzen.

.

Wie finde ich heraus, ob ich insulinresistent bin?

Grundsätzlich ist von Selbstdiagnosen abzuraten. Frag deinen Arzt nach einem „oralen Glukose-Toleranztest“, auch Zuckerbelastungstest genannt.

Ist Insulinresistenz dasselbe wie Diabetes?

Nein. Insulinresistenz ist die Grundlage für Typ-2-Diabetes und man kann damit jahrzehntelang unter dem Radar der Ärzte fliegen.  Ich weiß, wovon ich rede ;). Es gibt IR ohne T2D, aber es gibt keinen T2D ohne IR.

Komm in den In:Balance-Kurs

Werde Teil meiner LifeSugar-Community und erlebe deine Insulin-Balance!

Schreib mir

info@lifesugar.de

Folge mir
Arbeite mit mir

Jetzt Platz auf der Warteliste sichern

Alle Rechte vorbehalten. Wichtiger Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen stellen keine medizinische Anwendung dar. Sie dürfen auch nicht als solche verstanden werden. Bei jeglichen Änderungswünschen bezüglich einer ärztlich vorgeschrieben Behandlung (bspw. Absetzen von Insulinsensinsitizern), muss der behandelnde Arzt konsultiert werden. In den hier veröffentlichten Beiträgen veröffentlicht Carla Langner ihre persönliche Meinung und eigene Erfahrung mit Insulinresistenz. Dies dient der Wissensvermittlung und ersetzt keinen Arztbesuch. Langfristig kann eine Gewicht nur durch eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung reduziert werden.

error: Content is protected !!